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Heißes Wochenende fordert BRK Wasserwachten in Oberbayern: Ehrenamtliche retten Menschenleben an oberbayerischen Gewässern

Das heiße Sommerwochenende hat die Wasserwachten in Oberbayern
sehr gefordert. Hochsommerliche Temperaturen lockten Tausende Badegäste an die
oberbayerischen Seen und Flüsse – und sorgten für ein massiv erhöhtes Einsatzaufkommen der
ehrenamtlichen Rettungskräfte.

Dramatische Einsätze – Leben gerettet

Die Bilanz des Wochenendes ist eindrucksvoll und bewegend zugleich. Allein im Bereich der Kreiswasserwacht München wurden 54 Erste-Hilfe-Leistungen erbracht, darunter zwei Fälle von Ertrinkungsunfällen – einer davon mit primär erfolgreicher Reanimation. Am Starnberger See konnte eine 39-jährige Frau, die leblos im Wasser treibend von Badegästen an Land gebracht worden war, nach einer Reanimation mit einsetzenden Spontankreislauf in die Klinik übergeben werden. Am Olchinger See in Fürstenfeldbruck gelang gemeinsam mit Passanten eine erfolgreiche Reanimation nach einem Ertrinkungsunfall. Am Klostersee in Ebersberg retteten zwei wachhabende Wasserretter einen Mann, der mehrfach untergetaucht war und nur durch das beherzte Eingreifen eines anderen Schwimmers über Wasser gehalten werden konnte. Am Lech bei Schongau erkannte die Wachmannschaft rechtzeitig, dass einem Schwimmer die Kräfte ausgingen – und handelten, bevor es zu spät war. In Freising wurde ein zwölfjähriger Nichtschwimmer am Mühlsee in letzter Sekunde von der Wachmannschaft aus dem Wasser gerettet. 

Enormes Einsatzvolumen quer durch Oberbayern

Neben den schweren Wassernotfällen verzeichneten die Kreiswasserwachten ein deutlich erhöhtes Aufkommen an medizinischen Hilfeleistungen – von Kreislaufbeschwerden und Sonnenstichen bis hin zu Verletzungen. Besonders stark belastet waren unter anderem die Bereiche München, Starnberg, Rosenheim, Weilheim-Schongau, Miesbach und Landsberg am Lech. Dank an die Ehrenamtlichen 

„Dieses Wochenende hat einmal mehr gezeigt, was unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer täglich leisten – ohne Bezahlung, oft in ihrer Freizeit, bei extremer Hitze und unter höchstem Druck"

, sagt Benjamin Miskowitsch, Vorsitzender der Wasserwacht Oberbayern.

„Mehrere Menschen sind an diesem Wochenende nur deshalb am Leben, weil unsere Wasserretter zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und sofort und professionell gehandelt haben. Dafür gilt jedem einzelnen Rettungsschwimmer, Bootsführer, Rettungstaucher, Sanitäter und Wachgänger mein aufrichtiger und tief empfundener Dank."

Appell an alle Badegäste

Die Wasserwacht Oberbayern appelliert an alle Besucher der oberbayerischen Gewässer: Baderegeln konsequent beachten Kinder niemals unbeaufsichtigt lassen Eigene Schwimmfähigkeiten realistisch einschätzen Bei großer Hitze auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten Nie alkoholisiert ins Wasser gehen

Über die Wasserwacht in Oberbayern

Die Wasserwacht Oberbayern ist eine Gemeinschaft des Bayerischen Roten Kreuzes und engagiert sich ehrenamtlich für die Sicherheit an oberbayerischen Gewässern. Ihre Aufgaben umfassen Wasserrettung, Erste Hilfe, Naturschutz sowie die Ausbildung im Schwimmen und Rettungsschwimmen. An den heißen Wochenenden sind die 120 Wachstationen der Wasserwacht an den oberbayerischen Gewässern besetzt. Darüber hinaus, stehen knapp 100 Schnelleinsatzgruppen zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. Auch in vielen oberbayerischen Freibädern stehen die Rettungsschwimmer der Wasserwacht für Notfälle bereit.